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Ein Testbericht von Hendrik Epping

28.08.2018  |  Testberichte
Ein Testbericht von Hendrik Epping

Ein Testbericht von Hendrik Epping

"Nachdem ich im vergangenen Jahr das Osymetric bereits in Verbindung mit einer 1x11 Schaltung von SRAM gefahren bin, was nach ein paar Einstellungsschwierigkeiten am Anfang, einwandfrei funktionierte, war ich durchaus gespannt, wie es sich bei der neuen 12fach-Variante verhält. In beiden Fällen wird die Schaltung mit nur noch einem montierten Kettenblatt und dazu eine Kassette mit einer extremen Bandbreite gefahren.

Im Vergleich zur 10-42 Übersetzung im Fall der 11fach-Variante, wird die 12fach Schaltung noch zusätzlich um ein Ritzel mit 50 Zähnen ergänzt. Ich wählte ein Blatt mit 34 Zähnen, der klassischen 4Loch-Aufnahme und der Narrow-Wide Eigenschaft, die durch die abwechselnde Anordnung von je einem dickeren und dafür kürzeren Zahn gefolgt von einem längeren dünnen dafür sorgt, dass die Kette auch ohne Umwerfer oder Kettenführung auch bei harten Schlägen im Gelände nicht vom Blatt fällt. Die Montage des Kettenblattes klappte ohne jede Probleme. Dadurch, dass die Aufnahmen der Kettenblattschrauben in der SRAM-Kurbel nicht im selben Abstand gebohrt sind, gibt es für das Kettenblatt nur eine einzige mögliche Position in der es montiert werden kann. In Bezug auf das Osymetric-Blatt ist dies zusätzlich praktisch, da so in jedem Fall sichergestellt ist, dass der korrekte Durchmesser des Kettenblattes auch an der korrekten Stelle getreten wird.

Nach dem vergangenen Jahr, in dem ich bereits herausgefunden hatte, dass die Osymetriceigenschaft hervorragend auf dem MTB zur Geltung kommt, war für mich vor allem interessant, wie es sich mit dem Herunterfallen der Kette verhält. Der für mich klar größte Vorteil der unrunden Kettenblätter liegt für mich vor allem in dem größeren Grip in unwegsamen Gelände. An Stellen an denen bei Fahrern mit runden Kettenblättern da Hinterrad durchdreht, hat mein Rad mit Osymetrics häufig noch Reserven. Durch den kleineren Durchmesser gibt es in etwa nach jeder halben Umdrehung immer wieder den Punkt, an dem weniger Kraft auf dem Pedal lastet und das Durchdrehen somit unterbunden wird. Ein weiterer Pluspunkt, der sicherlich auch der Straße zum Vorschein tritt, ist die höhere Ermüdungsresistenz der Muskeln durch den ergonomischeren Tritt. Speziell bei sehr langen Rennen, dich ich bisher sowohl im Training, als auch im Training kaum gefahren beziehungsweise trainiert habe, konnte ich gegen Ende immer noch einige Reserven mobilisieren. Auch muskuläre Probleme, wie beispielsweise Krämpfe treten bei mir auch bei extremen Belastungen beinahe niemals auf.

Dass ich rein funktionell von Osymetricblättern komplett überzeugt bin, brauche ich, denke ich, nicht weiter auszuführen. Speziell für Fahrer (wie mich), die nicht über ein allzu hohes Kraftniveau verfügen und auch im Gelände lieber höhere Trittfrequenzen treten, sind die Osymetric-Kettenblätter sehr gut geeignet, da sehr steile Passagen, in denen eine niedrige Trittfrequenz unvermeidbar ist, trotzdem nicht allzu sehr in der Angst enden, dass man die Kurbel überhaupt "noch einmal rumgedreht bekommt". Aus rein physischer Sicht habe ich an den Osymetric-Blättern also überhaupt nichts auszusetzen, aber wie verhalten sie sich technisch? Gibt es signifikante Unterschiede zu den originalen (runden) SRAM-Blättern? Diese Frage kann ich ganz eindeutig mit "nein" beantworten. Das mögliche Problem scheint ein wenig auf der Hand zu liegen. Durch die zwei unterschiedlichen Durchmesser muss die Kette am MTB ein wenig länger gefahren werden, als wenn ein Blatt mit ausschließlich dem kleineren Durchmesser gefahren werden würde, damit die Schaltung, wenn der größere Durchmesser des Osymetrics greift, auch noch sauber läuft. Wenn dazu die Kassette der SRAM Eagle Gruppe auch noch eine Bandbreite von 10-50 Zähnen aufweist ist der Unterschied zwischen optimaler Kettenlänge im "dicksten Gang" in Verbindung mit dem kleinen Durchmesser im Vergleich zum großen Durchmesser und großen Ritzel noch viel größer. Kann dies auf der einen Seite durch die Federspannung im Schaltwerk und der Narrow-Wide Technologie am Osymetric kompensiert werden? Die Antwort lautet in diesem Fall ganz klar "ja". Selbst nach mittlerweile über 10.000km mit demselben Kettenblatt, im Einsatz auf zum Teil extrem ruppigen Cross-Country Rennstrecken, habe ich die Kette vielleicht 1-2 Mal verloren. Selbst unter überaus widrigen Bedingungen wie 2,5h langen Rennen durch Matsch, Modder und Morast, hatte ich nicht ein einziges Mal Probleme mit der Schaltung. Das Osymetric steht dem SRAM Originalfabrikat also in gar nichts nach. Daumen hoch für das "Osymetric 34t Narrow-Wide". Einzig allein würde ich mir wünschen, dass es in Zukunft vielleicht auch ein Blatt mit 36 Zähnen gibt. Mit dem 50er Ritzel ist der "Berggang" damit immer noch leicht genug und man könnte in der Ebene oder bergab "richtig drücken"."

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